Auto abstellen.

Hamburg anders erfahren

Planet first: Auto abstellen!

Besser fühlen!

Nachhaltigkeit und E-Mobilität?!

Gehörst Du auch zu denen, die schon zum puren Vergnügen Mofa* fahren? Die auch mit einer Rakete fliegen würden, wenn sie bloß das Geld dafür hätten? Dann solltest Du jetzt schnell weiter klicken, denn der nachfolgende Artikel enthält haarsträubende Meinungen, provozierende Informationen sowie unerfreuliche Hinweise, die dir deine möglicherweise ohnehin schon angekratzte Laune gewiss endgültig vermasseln werden.

Um es vorweg zuzugeben: Fahrradverleih mit Lieferung ist nicht besonders nachhaltig. Auch mit meinem extrem sparsamen Kraftfahrzeug nicht. Aber besser mehrere Räder mit einer Fuhre zum Einsatzort geliefert, als von mehreren Kunden am Lagerort abgeholt und dann einzeln zum Einsatzort hintransportiert, oder?

Nachhaltige Fahrräder

Respekt, Reparatur, Recycle-

Markenware

Wie viel wiegt ein leichtes Rad?

E-Bikes, Pedelecs, Mofas*...

Was für ein Segen, wenn du alt und schwach geworden bist und du deine dahinschwindende Mobilität durch ein E-Mofa ausgleichen kannst! Selbst dem vorwitzigsten Youngster auf seinem High Tech Carbon Bike fährst du mühelos davon!

Und wie großartig ist das bitte, wenn du dein Auto durch ein E-Mofa ersetzt hast! Respekt! Ehrlich.

Wenn du allerdings noch jung bist (unter 80 Jahren) und du dein "Bio Bike**" durch eines mit Elektro Antrieb ersetzt hast, dann bist du, das muss ich hier leider sagen, einige Schritte rückwärts gestolpert. Klimaschutz geht anders. (Gilt leider auch für E-Scooter und Mondraketen).

Denn nachhaltig sind heutige E-Mofas nicht; weder in der Produktion, noch im Betrieb, noch im Material; und die Ersatzteile für dein E-Mofa werden von der Industrie gewiss auch nicht mehr lange produziert.

Reparieren will und kann die Dinger aus irgendeinem Grunde auch keiner. Kenne jedenfalls niemanden.

Somit bleibst du nach nicht allzu langer Zeit auf einem Schrotthaufen Elektro- und Alu Müll sitzen...

Egal. Und so erstaunlich es ist: E-Mofas sind mega angesagt, die Verlockung der Bequemlichkeit, unserem wahrscheinlich größten Feind, scheint kaum jemand gewachsen zu sein.

Nichts desto trotz (und wahrscheinlich schon aus purem Trotz) halte ich es daher eher mit dem Gegenspieler der Bequemlichkeit und du weisst auch gleich warum:

  • Schmeckt Dir dein gekühltes Lieblingsgetränk nach einer schweißtreibenden Anstrengung nicht auch am Besten?
  • Ist der Blick vom Gipfel, den du selbst bezwungen hast, in seiner Intensität nicht das allerhöchste?
  • Gibt es ein größeres Glücksgefühl, als sich selbst bewegen zu können?

A pro pos "Glücksgefühl": Wird dein Glücksgefühl größer, wenn eine Fahrt schneller oder das Fortbewegungsmittel teuer ist?

Meins auch nicht.

Darum: Motor abstellen. Eigenes Fett verbraten. Besser fühlen!

Nachhaltige Fahrräder

Es ist schon niederschmetternd, was die Industrie uns heutzutage an Fahrrädern anbietet: sicherheitsrelevante Bauteile, die schon nach kurzer Zeit ausgetauscht werden sollten, Klingeln, die nicht einmal eine Verleihzeit überstehen, Reifen und Kunststoffkomponenten die buchstäblich vom Sonnenlicht zerlegt werden;

Felgen (aus Aluminium), die zu Verschleißteilen geworden sind- der ganze technische Fortschritt nur dazu da, die Lebenszeit der Fahrräder auf immer kürzere Intervalle zu verkürzen!? Und das kaufen wir?!

Welch eine Verschwendung an Energie, Zeit und menschlicher Arbeitskraft! Kurzum, ich habe es satt, mich weiter zum Vollklops machen zu lassen. Ein gutes Fahrrad hält (mit der obligatorischen Pflege und Wartung) ein ganzes Menschenleben und länger!

Respekt, Reparatur, Recycling:

Manchmal schwierig, aber nicht unmöglich! Mit über 45-jähriger Erfahrung an haltbaren und langlebigen Fahrrädern und Fahrradteilen weiß ich, was gut ist. Und greife auf bewährte Komponenten zurück, die es im Handel kaum noch zu kaufen gibt!

Stahlrahmen; Edelstahlbleche aus dem letzten Jahrhundert (denn die neuen scheinen aus brüchigeren Legierungen gefertigt zu sein), Klingeln (die diese Bezeichnung noch verdienen und nur bis in die 70-er Jahre produziert wurden) usw. usf. Aber keine Sorge: die meisten meiner Räder sehen aus wie neu und halten besser!

Natürlich geht es auch nicht ganz ohne Kompromisse. Neue Schaltungen und V-Brakes* haben gewiss ihre Berechtigung und finden auch bei mir ihre Verwendung. Aber: müssen die Schaltungen hier im Flachland mehr als 27 Gänge haben?

So habe ich in den letzten 20 Jahren mit sehr viel Arbeitsaufwand und ohne Rücksicht auf eigene gesundheitliche Befindlichkeiten gebrauchte Fahrräder komplett zerlegt und sorgfältig aus den besten Komponenten, die ich neu oder gebraucht noch auftreiben konnte, wieder zusammengeschmiedet. Vor allem meine einmalige Flotte an Edelstahl Bikes sucht weltweit ihres gleichen!

Doch die besten Fahrräder nützen nichts, wenn sie nicht permanent gepflegt und gewartet werden! Das ist mein Ding: Pflegen, warten, erhalten. Wenn Du Dich für den nachhaltigen Fahrradverleih "Hamburg Anders erfahren" entscheidest, löhnst Du für gut geschraubte Velos mit handverlesenen Komponenten und der Lieferung zu Dir; nicht für neue, kurzlebige Industrieware, die Du auch noch selbst abholen musst!

Lasse Dich also nicht blenden: es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber jedes Schräubchen an meinen Verleihrädern glänzt, weil es aus Edelstahl gefertigt ist!

Markenware

Oft werde ich gefragt, von welchem Hersteller meine Verleihräder sind. Denn das erste, was ich mache, ist das Entfernen der albernen Aufkleber von den Fahrradrahmen. Schlussendlich werden die meisten Fahrradrahmen in Südostasien gefertigt, teilweise schon dort mit irgendwelchen traurigen Komponenten vormontiert und weltweit versandt. Die Aufkleber mit den cool klingenden Markennahmen werden dann von irgend einem "Zwischenhändler" draufgebackt! Cool, wenn man Qualität auch ohne Branding erkennt!

* Es ist schon eine Merkwürdigkeit, dass mir Anrufer brüsk widersprechen oder konsterniert auflegen, wenn ich auf deren Verleih Anfrage nach einem Pedelec oder E-Bike antworte: "Nein, Entschuldigung, Mofas habe ich nicht im Verleih."
Dabei kommt das Wort "Mofa" von „Motor und Fahrrad“, nur in diesem Fall eben mit elektrischem Hilfsmotor. Und das verräterische Knattern des Mofas findet ja auch nur irgendwo anders statt, mehrhaltlich im Kohle- oder Atomkraftwerk um die Ecke. Ob ein Fahrrad mit Hilfsmotor dabei eine willkürliche Zulassung aufgrund der Höchstgeschwindigkeit hat, ist für mich nebensächlich. Ist auch egal. Clever hingedichtet und vermarktet ist es allemal, das sogenannte „Pedelec“, oder?

**Erwähnte bzw. abgebildete Markennamen sowie Markenlogos sind Eigentum des jeweiligen Unternehmens und dienen lediglich der Beschreibung des Artikels.